Wednesday, March 25, 2015

Was bisher geschah...

So. Mittlerweile sind wir in Marrakesch. Bisher konnte ich mich doch nie so richtig dazu durchringen, endlich mal wieder zu schreiben - jetzt ist es endlich so weit :D

Unsere restlichen Tage in Rabat waren noch sehr schön, wir haben's gemütlich angehen lassen und waren noch zweimal bei demselben Restaurant (Pizza war auch lecker, nur leider war der Boden ziemlich verbrannt). Am zweiten vollen Tag haben wir uns dann noch Chellah angekuckt, die laut unserem Reiseführer zwar sehenswert, aber weniger beeindruckend als Volubilis sein soll; uns ging es da eher andersrum. Aber das lag sicher auch teilweise am Wetter, das Volubilis nicht gerade beistand.
So oder so, Chellah war zwar relativ überschaubar, aber sehr interessant und schön. Auf und um die ganze Festung brüten überall Störche :) Leider hatte scheinbar auf dem letzten Drittel meine SD-Karte einen Verschlucker, weshalb einige Bilder bei der Übertragung auf den Computer verloren gegangen sind, darunter einige Blödelbilder von uns, sowie die versprochenen von der Außenseite unseres Hotelzimmers und der Dachterrasse. Schade, aber hätte schlimmer sein können.




Am nächsten Tag haben wir uns einen Hoteltag gegönnt und gestern ging's nach einer netten Verabschiedung durch den Hausherren zum Bahnhof - in strömendem Regen, der am Vorabend eingesetzt hatte. Am Bahnhof hat mir einer der Sitze meinen weißen Rock verdreckt :( 
Im Zug habe ich doch tatsächlich einen Kommilitonen aus Heidelberg getroffen. Mit dem hatte ich vor einem Jahr genau eine Veranstaltung in Philo und im Grunde nicht viel zu tun, aber es ist doch sehr lustig, dass wir zum selben Datum, zur selben Uhrzeit im selben Waggon eine Sitzreihe hintereinander in Marokko gelandet sind. 
Vier Stunden Fahrt nach Marrakesch, angekommen werden wir erstmal wieder von einem Taxifahrer betuppt, der pampig wird, als ich ihm sage 15 Euro sind zu viel für eine Fahrt zum Hotel. Immerhin geht er noch auf 13 runter, was natürlich immer noch zu viel ist... ich hätte ihn gern stehen lassen oder weiter mit ihm diskutiert, aber Arden wollte hauptsächlich aus dem Regen raus ins Warme, und das verunsichert mich dann immer zu sehr um "hart" zu bleiben. Zumal die Typen sich sowieso immer an ihn wenden wollen, wenn ich ihnen zu anstrengend werde. Scheiß Weiber und so.
Wir marschieren zum Hotel, wobei wir natürlich wieder dauernd von jungen Männern angequatscht werden; einmal bleibe ich stehen und frage einen Standinhaber nach Weganganben, worauf sich zwei andere einmischen, von denen uns einer führen will und der andere auf mich einlabert und nicht merkt, dass ich ihm mein Unverständnis signalisieren will; als ich dann in das wilde Durcheinander nach dem dritten Versuch etwas lauter und schärfer hineinrufe "Seulement la direction, pas de guide!", mischt sich noch ein dritter ein, alle drei werden ungnädig und labern irgendwas auf mich ein; der eine meint er sei Moslem und noch irgendwas, der andere sei kein Guide und der dritte... keine Ahnung. Ich frage nach dem Problem, was wiederum zu irgendeinem neuen Missverständnis führt, bis endlich einer von der Seite vorbeikommt und uns einfach nur klar und deutlich die Richtung sagt. Auf dem Weg kommen nochmal ein paar Mopeds an uns vorbei gesaust, die uns entweder wieder den alten "It's closed!"-Spruch drücken oder fragen, wo wir hinwollen und wo wir lang müssen, um zu a, b oder c zu kommen... naja. Da wir ja den Straßennamen und die Nummer haben (die zum Glück lesbar ausgeschildert sind), finden wir es dann. Ein weiteres wunderschönes Riad. Das Personal spricht leider nur Französisch, ist aber sonst sehr bemüht. Wir haben ein Zimmer im hinteren Teil im Erdgeschoss. Die Fenster hier sind einseitig verspiegelt, auch was Neues. Genauso wie, dass man seinen Zimmerschlüssel beim Verlassen des Riads abgeben muss und keinen Hausschlüssel bekommt. Wahrscheinlich Sicherheitsvorkehrungen.


Am Abend gehen wir dann noch schnell was essen und suchen uns ein Restaurant auf Basis seiner Nähe aus, was sich leider als kleiner Reinfall erweist; es besteht ausschließlich aus einer Dachterrasse. Es ist zwar ein Baldachin/Zelt drüber, aber da es neben dem Regen eben leider auch noch reichlich kalt ist, macht es das auch nur zu Teilen besser. Die Portionen fallen eher spärlich aus; aber immerhin haben wir irgendwas im Magen.

Heute Morgen war dann die Motivation an einem Tiefpunkt angelangt. Sehr schade, da wir mit Marrakesch ja nun wohl angeblich das Interessanteste hier erreicht haben. Es ärgert mich auch ein wenig, aber wir sind einfach beide von Anfang an sehr durch das erste Riad und die paar ätzenden Leute in Fes abgeschreckt worden... man müsste es mit Humor nehmen, aber so ganz klappt das nicht immer. Wir sind die ganze Zeit eher auf's Schlimmste gefasst, was ziemlich auf die Stimmung drückt und natürlich die allgemeine Einstellung auf neue Erlebnissen nicht gerade mildernd wirken lässt. 

So haben wir dann erstmal ein paar Stunden im Riad rumgelungert... bis dann der Strom ausfiel und wir somit die Beschäftigung verloren :D Zum Glück hatte der endlose Regen dann zu dem Zeitpunkt auch endgültig aufgehört und so haben uns dann also doch noch aufgerafft und uns was zu Essen gesucht. Und eine der Katzen, die hier merklich häufiger anzutreffen sind als Tauben oder Kleintiere (man muss sich wohl nicht fragen wieso) hat sogar ein paar kleine Stückchen Huhn abbekommen, weil sie einfach zu niedlich war. Man wundert sich ja fast, dass sie für die Fotos nicht auch noch Trinkgeld verlangt hat ;)



Darauf folgte dann eine weitere Odyssee durch Souks auf dem Weg zum Djemaa El Fna, dem großen berühmten Marktplatz. Dabei hatten wir eine echt gute Karte. Aber an einer Stelle war sie etwas unklar und dann sind wir einfach den Schildern gefolgt, die in den Straßen hängen und den Weg zu Sehenswürdigkeiten weisen. Nur leider sind die scheinbar so ausgelegt, dass man auf dem Weg zu den jeweiligen points of interest die halbe Medina abklappern darf. In Arden ist schon der Verdacht gereift, irgendwer würde die böswillig ab- und woanders wieder aufhängen, um Touristen zu ärgern - der traut den Leuten hier mittlerweile echt den puren Sadismus zu :D
So haben wir also für einen Weg, der uns ca. 10 Minuten kosten sollte, mindestens eine gute halbe Stunde gebraucht. Wir konnten dann anhand dessen, aus welcher Richtung und Straße wir am Platz ankamen, feststellen, was wir für einen Riesenumweg gelaufen waren. Zwischendrin wurden wir einmal von einem schielenden Kind für Geld bedrängelt, weil er unaufgefordert auf unserer Karte rumgewiesen hatte. Seufz.
Am Platz haben wir dann ein Eis gegessen, Geld geholt und dann den richtigen Weg zurück gesucht, um für morgen vorbereitet zu sein. Auf dem Rückweg waren wir dann noch im Musée de Marrakech, was eine schöne ruhige Abwechslung zum Treiben der Souks war.



Trotzdem muss ich sagen, dass ich Marrakesch bisher angenehmer als Fes finde, insofern dass man hier nicht gezwungen ist, durch winzig schmale Gassen zu laufen, sondern fast immer eine etwas breitere Alternative hat.
Morgen steht dann also die etwas ernsthaftere Altstadttour an. Außerdem hoffe ich, ein paar Mitbringsel zu finden, ohne mich dabei zu sehr stressen zu lassen.

Sunday, March 22, 2015

Spaghetti Arabata

Iiiiich liege gemütlich im Bett im schönsten Hotelzimmer, das wir bisher hatten. Während wir in Meknes waren, kam eine Mail von booking.com, ob wir unser Zimmer in Rabat für 1€ mehr die Nacht upgraden wollen. Das schien uns eine low-risk Situation zu sein und dank dessen müssen wir jetzt zwar ein paar Treppen hochhecheln, dafür haben wir aber ein Zimmer auf der Dachterrasse. Abgesehen von der offensichtlichen Tatsache, dass wir dadurch einen Ausblick haben und das Wetter genießen können, hat das so einiges Schönes: Eigenes Klo und Bad mit Lüftungsmöglichkeit, ein Hauptzimmer in so ziemlich perfekter Größe (das ganze Zimmer hat etwa 16 Quadratmeter), einen privaten Minibalkon vorm Fenster, Zugang zu beiden Dachterrassen und dem Wintergärtchen, in dem es Frühstück gibt... und außerdem (als willkommene Abwechslung) komplette Privatsphäre! Das alles und trotz 5 Fenstern im Hauptzimmer zieht's nicht mal, bzw kaum (gestern Nacht hat's ziemlich gestürmt - hat zwar alles geklappert, aber Zug war im Bett nicht zu bemerken). Also absolut wunderbar - sehr zu empfehlen. Fotos hab ich bisher noch nicht gemacht, aber das hol ich garantiert noch nach. Personal ist auch sehr nett hier, die Lage ist gut und dafür verhältnismäßig ruhig, nur der Hausschlüssel geht nicht. Naja. Gibt ja ne Klingel.

Nach unserer Ankunft gestern Mittag - nach der wir 5 Euro für nen knappen Kilometer mit dem Taxi gezahlt haben, weil man mich nicht hat handeln lassen! :P - haben wir's erstmal ruhig angehen lassen, da wir ja ein paar Tage hier sind und es nicht soooo viel zu sehen gibt. Wir sind also von Salé aus (wo wir wohnen) mit der Straßenbahn schnell über den Fluss nach Rabat gefahren, haben uns das Mausoleum und den Tour Hassan II. angekuckt (der leider im Moment komplett in Gerüste eingekleidet ist) und sind dann schnell noch Wasser kaufen gegangen. 
Allgemeine Feststellungen zu Rabat: Man merkt hier definitiv, dass es sich um die Hauptstadt handelt. Als Westler ist hier alles etwas gewohnter als in den bisherigen Städten (was in unserem Fall jedoch klar auch daran liegt, dass wir eigentlich überhaupt nicht in den Neustädten unterwegs waren). Die Straßenbahn ist hier schicker und moderner als bei uns! :D Man kommt nur leider nicht in jede Ecke damit. Aber man kann nicht alles haben :P

Heute waren wir dann in der Medina von Rabat und haben uns, wie immer, ein wenig verlaufen, weil wir nie ganz sicher waren, wo genau wir nun waren. Letztendlich sind wir dann aber doch bei der Kashbah de Oudaias, einer alten Festung am Küstenrand, angekommen. Da wohnen bis heute Leute und die Gassen sind absolut niedlich, sehr mediterraner Flair. Auf dem Weg zur Aussichtsplattform wollte uns ein erfolgsloser faux guide wieder verklickern, der Weg wäre momentan geschlossen. Danke, kennen wir schon! :D
Etwas näher am Eingang hatte mich außerdem schon eine Henna-Malerin angequatscht, als ich mich kurz in Gedanken orientieren wollte. Und dabei hatte ich gerade ohnehin schon verdammt schlechte Laune wegen eines kleinen Streits mit Arden. Kommt auf mich zu, nimmt meine Hand, die ich sofort wegziehe, wobei sie mir allerdings schon etwas Henna draufquetscht, was jetzt eine unförmige Schlaufe und einen Splotz auf meinem Handrücken gebildet hat. Super. Sie hält meine Hand trotzdem fest und malt munter drauf los, während ich ihr mehrfach genervt sage, dass ich kein Interesse habe, "for me, for me", sagt sie, nur um es mir zu zeigen, nur noch das hier fertig. "Is that your husband? Where are you from, America? What's your name?", ich beantworte nichts und ziehe immer wieder an meiner Hand, bis ich scheinbar deutlich genug kurz vorm Platzen bin - "Alright, alright, you pay what you want." - "No!", sage ich, "I told you I didn't want it!" Klar, weiß sie, sie habe sich mir ja aufgezwungen, macht nichts, deswegen kann ich ja zahlen, was immer ich möchte - sie wendet sich an Arden und läuft ihm hinterher, als er einfach weitergehen will. Als ich sie nochmal anfahre, wischt sie mir das Henna von der Hand und lässt uns endlich in Ruhe. Zum Glück war die Nötigungsblume noch nicht eingezogen. Wirklich schade, dass einem solche doch eigentlich schönen Dinge so von diesem Gedrängel kaputt gemacht werden.

Trotz dieses weiteren Ärgernisses durch die Touribescheißerei: Der Ausblick auf's Meer ist sehr schön und die Luft hier ist toll - und sie ruft (zumindest bei mir) ein Verlangen nach frischen Fischgerichten, vor allem Scampi wach. Gott sei Dank waren welche auffindbar, auf der Promenade zwischen der Kashbah und der Brücke nach Salé - und das auch noch mit Spaghetti. Wir hatten beide schon deutlich merkbaren Nudelentzug. Leider hat inzwischen bei uns beiden schon etwas die einheimische Küche auf die Verdauung geschlagen... hab dauernd Bauchweh :(
Danach setzen wir mit einem kleinen Fischerbötchen ans andere Ufer über, anstatt zur Straßenbahn zu wandern, und gehen zurück zum Hotel. Morgen gehen wir wahrscheinlich nach Chellah, einer Nekropole im Südosten von Rabat - ich bin mal gespannt, was genau das nun ist.

Thursday, March 19, 2015

Mek-nass

Gestern sind wir also nach Meknes gefahren. Der Bahnhof in Fes war ziemlich hübsch, aber ich hab leider keine Fotos gemacht - kann man bestimmt googlen.
In unserem Zugabteil saßen schon zwei deutsche Mädels, mit denen wir uns dann während der 40-minütigen Fahrt unterhalten haben. Die beiden waren fast am Ende ihrer knapp 4-wöchigen Backpacker-Tour durch Marokko - ganz schönes Abenteuer.


Eingang zum Riad in einem Sackgässchen
In Meknes angekommen gabs das übliche Hin und Her mit Taxifahrern, letztendlich kamen wir zu einem fairen Preis da an, wo wir hinsollten und der Fahrer hat uns sogar noch unseren nächsten Gastgeber herbeitelefoniert, der uns dann zum Riad führte. Befürchtungen weiterer kalter Nächte waren zum Glück nicht nötig; es fällt hier zwar der sommerliche Charme des komplett offenen Innenhofs weg, aber dafür ist das Zimmer einfach viel gemütlicher. Allerdings fällt einem hier auf, dass die Trennung von Zimmer und Bad durch einen kleinen Windfang, wie wir ihn in Fes hatten, doch ganz nett ist - hier kriechen ein paar Lüftchen doch rüber ins Zimmer. Aber zum Glück nichts Dramatisches.
Im Sommer muss es hier nochmal so schön sein, es gibt eine Dachterrasse (auf zwei Stockwerke verteilt) und eine Gaube, durch die das Licht vom Dach durchs ganze Haus scheint. Insgesamt wirkt alles hier mehr wie "wohlhabendes Eigenheim" und weniger wie "sommerliche Hofresidenz" wie in Fes. Und das Internet funktioniert hier! Nur leider kann man weder Mails verschicken, noch sich am Computer in Skype einloggen. Am Handy geht letzteres... (?)


oberstes Level der Dachterrasse
Am Nachmittag waren wir dann in einem Museum, einem Mausoleum und in einem alten Christengefängnis, bei dessen Besichtigung ich mich die ganze Zeit ein wenig wie in einem Mini-Moria gefühlt habe.

großes Tor am Place El Hedim
 

 
 


Weiter in die Ecke wären wir noch zur Cité Imperiale, der Königsstadt, gekommen, aber da fehlte etwas die Motivation. Und dann haben wir erheblich entspannter geschlafen als in den vorigen beiden Nächten.

Heute gabs wieder ein leckeres marokkanisches Frühstück...



...und dann haben wir uns auf den Weg nach Volubilis gemacht, einer Stadt aus den letzten Zügen des Römischen Zeitalters, die etwa 30 Kilometer außerhalb Meknes' liegt. Da außerhalb der Städte die billigen Petit Taxi keine staatliche Fahrerlaubnis haben, mussten wir hier wieder ein teureres Grand Taxi nehmen - eine uralte Klapperkiste, in der die Vordersitze mit einem Sitzgurt aufrecht gehalten werden, die Türenverkleidungen und Sitze gut sichtbare Löcher und Risse haben und die "Griffe" zum Zuziehen der Türen aus zwei angeschraubten Holzklötzchen und weiteren umfunktionierten Sitzgurten bestehen. Nur die tatsächlichen Sitzgurte sind wie immer nicht in Gebrauch. Die ganze Fahrt (hin und zurück) kostet uns insgesamt 300 DH.
Uns werden vom Fahrer 2 Stunden Zeit zur Besichtigung von Volubilis gegeben, die wir aber nicht brauchen. Gut möglich, dass das ein wenig daran liegt, dass wir im Regenwetter nicht unbedingt Lust auf einen halben Tag zwischen nassen (k)alten Steinen bekommen. Trotzdem ist auch diese Ruinenstadt einen Besuch wert. Unterwegs begegnen wir einer Grundschulgruppe, der wir m Vortag schon diverse Male in Meknes über den Weg gelaufen sind. Einer der Lehrer erkennt uns ebenfalls zum vierten Mal wieder.





Im Anschluss haben wir noch die Gelegenheit, eine Stunde lang die Pilgerstadt Moulay Idriss zu besichtigen, die nahe bei den Ruinen liegt. Die Stadt selbst wirkt recht abgerissen und riecht im Regen ziemlich gewöhnungsbedürftig (die allgegenwärtigen marokkanischen Packesel und -mulis sind diesbezüglich nicht zu leugnen), aber sie war der Sitz des Königs, der Meknes erbauen ließ und beherrbergt eine wichtige Pilgermoschee. Diese dürfen wir als Nicht-Muslime wie üblich nicht betreten, aber es soll wohl einen guten Blick von oben geben. Leider latschen uns wieder mehrer "faux guides" in den Weg und behaupten uns zu führen, um dann bei klar ausgedrücktem Desinteresse merklich unhöflicher zu werden. Arden hat dafür gar keine Toleranz mehr, weshalb wir einen ganz anderen Weg suchen. Nachdem wir eine Weile im Regen durch nasse Gassen irren, habe ich dann schließlich auch keine Lust mehr und wir kehren nach einer halben Stunde zu unserem Fahrer zurück, um wieder nach Meknes zu fahren.

Da der Tag einfach nicht schöner werden wollte, haben wir uns seitdem nochmal was zu Essen gesucht und haben ansonsten den Internetanschluss genossen. Die große Moschee und Koranschule von Meknes haben wir jetzt nicht gesehen. Macht aber nichts. Wir haben uns eh bei jeder Suche danach verlaufen.

PS: Inzwischen fällt mir sehr auf, dass das Französisch sich merklich auffrischt, wenn man jeden Tag zumindest manchmal gezwungen ist, es zu benutzen. Wo ich die ersten zwei Tage Probleme hatte, nicht bei einzelnen Vokabeln oder häufigen Bindewörtern ins Russische zu rutschen, hatte ich heute beim Gegentest erheblich mehr Schwierigkeiten. Sehr bestätigendes Gefühl. Und wenn ich nicht nervös einem gewissen Lehrer mit Kartoffelnase gegenübersitze, ist meine Aussprache fast schon "formidable"! :P

Tuesday, March 17, 2015

Fes ist geschlossen.

Geweckt werden wir gleich mehrfach: Mal von zankenden Katzen im Hof, mal von rennenden Kindern oder rufenden Leuten in der Gasse vorm Riad, mal von durch schreckliche Megaphone verstärkten Gebetsschreiern (die Arden verwirrt als Kuh identifiziert – sehr verständlich), mal von zeternden oder singenden Vögeln und dann – zuletzt – vom Wecker. Um 9. Denken wir. 
Eigentlich ist es erst 8, Ardens Handy ist noch nicht umgestellt. Im Zimmer ist es stockduster, weil sämtliche Türen und Fenster mit geschnitzten Holztüren verschlossen werden (und das Zimmer ansonsten zum Hof offensteht, es gibt also keine andere Möglichkeit für ein bisschen Privatsphäre).  Es herrscht kaltfeucht-modrige Luft und wir liegen unter einem Laken und zwei müffigen Wolldecken begraben; stellenweise steigt von den Dingern ein Geruch auf, zu dem meine erste Assoziation „Zoostall“ lautet – wenigstens ist es nicht „Raubtierkäfig“. 
Aus dem Bett in die Flip-Flops gehüpft und in Rekordzeit angezogen. Von unserem Hotelier (und somit Frühstück) fehlt leider jede Spur. Wir packen also etwas frustriert, wenn auch nicht sehr überrascht, unser Zeug für den ersten Tag Stadtbesichtigung zusammen. Gerade als wir die Haustür schließen wollen, kommt er mit zwei Plastiktüten die Gasse runter: „You don’t want breakfast?“
„Yes!“, sage ich, „We thought you were gone!“


Innenhof des Riads

Unser Frühstück besteht aus Baguette, einem winzigen Vanille-Joghurt, Eiern, Aprikosenmarmelade, Butter (von „La vache qui rit“, über deren Namen und Logo sich Arden noch den ganzen Tag amüsiert), Kaffee (leider kein marrokanischer Pfefferminztee), trockenen Hirse…platten? –plätzchen? Und Crepes-ähnlichen Pfannkuchen, die in Stücke gerissen wurden.
Nach dem Frühstück erkundigen wir uns nach WiFi (sollte heute Abend wieder eingerichtet sein, heißt es) und machen noch ein paar Fotos, bevor wir in die Medina aufbrechen.


Unser Hostel befindet sich ganz in der Nähe von (oder sogar schon im?) Gerber- und Färberdistrikt, weshalb die Färbereien unser erster Halt werden sollen. Nach einem Bergabwärtsmarsch durch Gässchen landen wir auf einer etwas breiteren Straße, auf der an der ganzen gegenüberliegenden Straßenseite großflächig gebaut wird; wir sind erstmal etwas aufgeschmissen. Das ist natürlich für die ganzen berüchtigten Touri-Geier Marokkos ersichtlich und ganz schnell steht einer da und fragt uns, ob wir die Tanneries suchen und wo wir denn her seien. Deutschland, schön, es wäre gerade eine deutsche Reisegruppe auf dem Dach – er führt uns also ohne weitere Zeit für Fragen auf ein Dach und wir schauen auf das bekannte Bild der Färberbottiche hinab. Als „moroccan gasmask“ haben wir jeder einen Zweig Minze bekommen, um den Geruch ein wenig abzuwehren. Wir erfahren, dass Felle in Taubenmist gegerbt werden, um giftige Chemikalien zu vermeiden, und anschließend in Naturfarben eingefärbt werden: Indigo für Blau, Saffran für Gelb, Minze für Grün, und so weiter. Danach werden wir natürlich zurück ins Haus und durch mehrere Etagen Lederladen geführt: Schuhe, Jacken, Taschen, Gürtel, was man eben so aus dem machen kann, was hier produziert wird – alles fraglos sehr beeindruckend, nur leider/zum Glück haben wir kaum Geld mitgenommen.


Unser zuvorkommende Fremdenführer will seltsamerweise immer noch kein Geld und bietet uns dann an, uns weiterzuführen, zu einem Gewürzladen. Nach einem Marsch durch Gässchen landen wir in einer Apotheke, wo wir diverse Gewürze, Gerüche, Seifen, blabla erklärt bekommen, worauf natürlich ein Kauf erwartet wird, den wir aber leider nicht vorhatten. Darauf werden wir dezent rausgeschmissen, was uns eigentlich ganz recht ist – wir wissen den Weg durch die Gassen noch, kommen dann aber bei zwei älteren Herren raus, die uns freundlich sagen, die Hintertür wäre jetzt geschlossen, wir müssen außenrum. Mh. Naja.
Wir verlaufen uns ein wenig in den Souks und wissen nicht so recht wohin, weil wir keinen Ansatzpunkt auf der Karte haben, allerdings sind Leute, die nicht darauf lungern, einen gegen Taschengeld irgendwo hin zu führen, extrem freundlich und hilfsbereit und so erfragen wir uns den Weg zu einem Wegpunkt, den wir kennen und kriegen am Ende sogar eine Dachterasse gezeigt, von der aus wir die gesamte Medina überblicken können. „Nono, money isn’t everything“, sagt er auf mein Angebot, was allerdings auch daran liegen könnte, dass ich ihm, wie ich später erfahre, eine 20 centimes Münze anbiete (ein Fund aus dem ersten Taxi), was also etwa 2 Eurocent entspricht. Ups. Während des Aufstiegs zur Terrasse fragen wir uns, ob es wirklich so eine gute Idee ist, fremden Typen einfach mal auf Verdacht dunkle Treppen hochzufolgen und beschließen, das trotz des schönen Ergebnisses nicht mehr zu tun.


Danach laufen wir den (die? das?) Souk El Attarine hoch – ein arabischer Markt, wie man ihn sich vorstellt: eng, voll, laut, bunt und voller Eindrücke, aber für Touristen etwas „extra“ anstrengend. Einmal lassen wir uns doch von einem Händler in seine Ladennische locken – „I’m not an aggressive person, come look“ – der uns Souvenire aufquatschen will; als er jedoch nach einer ärmlichen Überleitung Mitleid mit seinen angeblichen 3 Kindern erregen will („You’re young, you don’t have children yet, BUT…!“), schwindet jedes bisschen Überlegen. Weiter geht’s.
Wir kommen zu einer schönen Moschee, bei der man den Innenhof betreten darf, dann kommen wir zum Blauen Tor, dem eigentlichen Eingang zur Medina – daher lungern hier auch lauter Fremdenführer rum, die „offiziell vom touristischen Amt sind“ – aber wir haben ja das meiste schon gesehen. Schade! :P

        

        

 

Wir suchen dann noch etwas nach einem Museum, aber als wir den Eingang finden, müssen wir feststellen, dass wir am einzigen Tag der Woche gekommen sind, an dem es geschlossen hat. Meh. Nachdem wir dann nach ein wenig unenthusiastischem Suchen nicht den Eingang zu einem botanischen Garten/Park finden, beschließen wir, uns was zu essen zu suchen und nehmen eine der Touristenbequatscher nahe des Blauen Tors; da kriegt man ungelogen jeden Meter eine andere Speisekarte unter die Nase gehalten. 
Auf dem Rückweg zum Hotel werden wir einmal als Rassissten beschmipft, weil wir ein aufdringliches "Hilfsangebot" komplett ignorieren. Wir schaffen es ziemlich weit, solange wir uns auf unsere Karte verlassen können, aber letztendlich scheitern wir erneut an dem Versuch, die namenlose große Straße vom Anfang wiederzufinden und müssen nach einer Richtung fragen. Ich weise einen eindeutigen faux guide mehrfach freundlich-energisch ab – mit ein bisschen Orientierungssinn werden wirs mit Sicherheit selbst finden. Als wir an der nächsten Gassengabel kurz zögern, steht er „plötzlich“ wieder hinter uns und läuft dann einfach vor uns her, während er relativ unmotiviert Small Talk führt. Na super. Ist ja klar, wo das endet.
Es bleibt auch bei meiner Vermutung, mit einer kleinen Rückfrage an ein, zwei hilfsbereite Einheimische hätten wir unseren Weg schon gefunden, der junge Mann hat sich also eindeutig keine Bezahlung verdient. Nachdem ich ihm zum gefühlt zehnten Mal mitteile, dass wir wirklich bereits die Gerber gesehen haben und woanders hinwollen, schließt er richtig, dass wir im Riad Razane wohnen und will uns stattdessen dorthin führen. Nein, nicht nötig, wir wissen seit etwa 100 Metern, wo wir lang müssen, nein, danke, nein wirklich nicht – nein, wir möchten dich nicht bezahlen (Arden drückt ihm zur Befriedung 5 DH von gewünschten 25 in die Hand), du weißt selbst, dass wir deine Hilfe nicht wollten, ja wir sind selber Studenten. Als er mich dann „Sweetie“ nennt, hab ich die Schnauze voll und wir laufen die Gasse hoch, worauf er sich ärgert und dann lauthals irgendwen anderes herbeiruft. Achmed, der Gerufene, kommt sauer um die Ecke und brüllt uns hinterher „No! That way is closed!“
Jaja. Ist klar. In Fes ist scheinbar alles geschlossen.
Etwas verstört kommen wir im Hotel an und ärgern uns den restlichen Abend über den Zwischenfall, sowie über das scheißkalte Zimmer und unseren wieder abwesenden Gastwirt. Internet geht auch nicht wie versprochen. Da uns die Paranoia unruhig werden lässt (vielleicht ist der Typ uns ja gefolgt?), gehen wir zum Abendessen nicht raus und stillen den Hunger mit unserer zweiten Tüte Tortilla-Chips. Unser Wasser ist auch fast alle. Wenigstens haben wir uns von zuhause alle Fullmetal Alchemist Folgen mitgenommen, das lässt einen den Ärger eine Weile vergessen. Und morgen geht’s ja weiter. Hoffentlich sind zumindest einige unserer Ärgernisse hier Ausnahmefälle.

Von kreischenden Kindern und zugigen Zimmern

16.3.: Auf nach Marokko! Flug ging um 4 Uhr nachmittags von Frankfurt Hahn, allerdings mussten wir aufgrund des Shuttle-Fahrplans schon erheblich früher los; um 12:20 waren wir also in Hahn und haben ein paar Stunden mit Nichtstun verbracht. Bisschen Megges aufgrund der Ermangelung jeglicher anderer Quellen für ein Mittagessen.
Gegen 4 saßen wir dann endlich im randvoll besetzten Flieger, zusammen mit geschätzten 30 schreienden Kleinkindern.
Gut, in Wirklichkeit lag die Nummer eher so um die 5 bis 10, davon saßen aber (mindestens) 4 Stück allein in unserer näheren Umgebung; eins in derselben Reihe wie wir, wenn auch wenigstens auf der anderen Seite des Gangs, zwei in der Reihe davor, ein paar Reihen weiter vorne noch eins, das besonders viel Spaß daran hatte, ab und zu einfach mal vor Aufregung loszukrakelen, und irgendwo in den Reihen hinter uns noch eins in zu guter Hörweite. Der ganze Flug war also untermalt von ständigem Quengeln, Kreischen, Winseln, Wimmern, Heulen, Quietschen und teilweise eben auch absolut hemmungslosem Brüllen. Kann man nicht bis zum Mindestalter von 5 einfach Autourlaube machen und anderen Leuten diese Folter ersparen? Arden ließ sich erstaunlicherweise von überhaupt nichts davon weiter beeindrucken, während ich eigentlich schon vorm Einsteigen die Schnauze voll hatte.
Achso, und man merkt mal wieder, dass man mit RyanAir fliegt, wenn bei drei Stunden Flug und vorherigen 2-stündiger Wartezeit NACH der Gepäckkontrolle eine kleine Flasche Wasser trotzdem 3 Euro kostet. Mehr als eine Dose Cola (2,50).

Gegen halb sieben waren wir endlich aus dem Flughafen draußen, mit etwas umgetauschtem Bargeld und bekamen dann gesagt, dass der billige Shuttle-Bus wohl nicht mehr fuhr und die nächste Haltestelle für den „normale Leute“-Bus erstens einen Kilometer entfernt und zweitens wahrscheinlich ziemlich voll sein würde. Also doch Taxi. Wie erwartet sollte die Fahrt in die Altstadt mit dem „Grand Taxi“, also der einzigen Taxiart, die vom Flughafen aus fährt, 200 Dirrham (also etwa 20 Euro) kosten. Mit Englisch, Französisch und Gliedmaßen haben wir dann ausgehandelt, bis zur Neustadt 120 zu zahlen, und dort dann in ein viel billigeres Petit Taxi umzusteigen. Beim Verlassen des Flughafengeländes biegt dann wundersamerweise ein Shuttle-Bus ein.
Unterwegs hatte ich eine ganz nette mehrsprachige Unterhaltung mit dem Fahrer, auch wenn sie anfangs hauptsächlich durch mein mehrfaches (unaufgefordertes) Beharren darauf enstand, ins Nouvelle Ville fahren zu wollen und nicht ans Hotel. Derweil war Arden die ganze Zeit stumm besorgt, wir würden gerade entführt, weil der Fahrer sich ab und an dezent weigerte zu sprechen und auf der Fahrt einmal anhielt um mit einem anderen Taxifahrer einen Einzeiler auszutauschen (da ging es aber wohl eigentlich darum, die Taxen evtl schoon an der Stelle zu wechseln). Im Nouvelle Ville stiegen wir dann endlich um und der Fahrer bot gleich an, uns ab einem gewissen Punkt zu Fuß zum Ziel zu führen. Unterwegs musste er unter anderem um einen Betrunkenen herummanövrieren, der mitten auf der Straße saß und sich weigerte, sich irgendwie zum Aufstehen bewegen zu lassen. Ansonsten viel Gehupe und „Wo es eine Lücke gibt, fahre ich auch weiter“ von allen Beteiligten – und das alles mit einem scheinbar unausgesprochenen Gesetz, dass niemand Sitzgurte trägt. Auf den vorderen Sitzen sind die zwar vorhanden, aber niemand benutzt sie; und hinten sind sie einfach fest hinter die Sitzbank geklemmt. Im ersten Taxi fehlten sogar die Schnappschnallen.
Der zweite Taxifahrer war wahrscheinlich unsere Rettung, denn er führte uns dann tatsächlich vor die Tür, die in einem Gässchen versteckt liegt und telefonierte dann außerdem erst den Hausherren herbei, der irgendwie ganz woanders war, nachdem er am Vortag zweimal versäumt hatte, mir seine Email-Adresse per SMS zu schicken. Nebenbei hat er uns dann noch eine kleine Geschichtsstude über Riads, also alte Herrenhäuser gegebn, allerdings leider auf Französisch, sodass wir nicht ganz alles verstanden haben. Aber ich weiß jetzt, dass die großen Holztüren früher zwei Klopfer hatten; einen für Männer am Türrahmen und einen für Frauen am gewohnten Ort mitten auf der Tür, damit man gleich wusste, woran man ist. 
Nach der Ankunft im wunderschönen Riad suchten wir uns dann erstmal was zu Essen in einem… Imbiss? Ohne Speisekarte, dafür mit einem Kellner, der eigentlich kein Englisch sprach und mich dann noch meinte auf mein schlechtes Französisch hinweisen zu müssen (mit dem ich immerhin erfolgreich  mit zwei Taxifahrern verhandelt hatte :P) „No, no menu – Pizza, Salad, Poulet, Soucisse…!“
Außerdem streunte in dem Ding ein winziges Katzenbaby rum. Sehr süß. Hatte nur leider keine Kamera dabei. 
Und jetzt sind wir im Bett. Handtücher gibt’s bisher keine, Klopapier ist begrenzt und es ist arschkalt hier, dank offenem Hof, hohen Decken und gefließten Wänden (und einem veralteten Heizlüfter, der sich nach 2 Minuten verabschiedet). Außerdem gibt’s scheinbar Katze, die immer mal in den Betten liegen, weshalb der arme Arden die Nase zu hat, aber immerhin gibt’s warm Wasser, wir wohnen recht gut für die morgige Altstadttour (und das ziemlich billig) und Klopapier ist auch da. Dafür haben wir 1 Euro für zwei Flaschen Wasser gezahlt. Naja. Was solls :D

Wednesday, March 20, 2013

London mal wieder

Gestern mit Elisabeth also in London angekommen - unser ostel ist etwa 2 Minuten vom Bahnhof King's Cross entfernt, was ohne Frage ein großes Plus ist, aber es hat leider ein paar Mankos... erstens ist pünktlich zu unserer Ankunft der WiFi-Anschluss ausgefallen und wann das Ganze repariert wird, steht mehr oder weniger in den Sternen... aber wir sind ja noch eine Weile hier, irgendwann wirds schon wieder gehen.
Ärgerlicher ist eigentlich, dass man wirklich alles durch die Wände hört... und ich meine alles. Nicht nur ein gelegentliches Trampeln, nein, Unterhaltungen in Zimmerlautstärke, jede Bewegung in jedem Rohr im ganzen Haus, Unteraltungen im Hof und Sirenen auf der Straße, als wären sie dirket unter unserem Fenster im 3ten Stock. Und etwas zugig ist es. Also für eine übermüdete Katja etwas viel, aber am nächsten Morgen sieht man alles schon wieder in einem etwas anderen Licht.
Heute stehen zwei Märkte an, nachdem das Wetter doch ein ganzes Stück besser ist als erwartet (nur wolkig, kein Regen) und Kinoooo. Mal sehen, wann die Internetverbindung im Hostel wieder available ist.